Rückenschmerzen

Die richtige Diagnose bei Rückenschmerzen ist für den Erfolg der Behandlung entscheidend. Mit dem Rückenschmerz wird grundsätzlich nur ein Symptom bezeichnet. Es gibt allerdings viele verschiedene Ursachen, die für Rückenschmerzen verantwortlich sein können.

Sehr oft werden bei Rückenschmerzen nur die Bandscheiben untersucht, aber aus der wissenschaftlichen Forschung ist bekannt, dass nur bei 15 % der Patienten eine einzelne Ursache vorliegt. Bei der überwiegenden Zahl kann also davon ausgegangen werden, dass verschiedene Faktoren zugleich der Grund für die Rückenschmerzen sind.




Bei der Rückenschmerzen Diagnose ist daher entscheidend, gezielte Untersuchungen des gesamten Körpers und im Speziellen auch der Wirbelsäule durchzuführen. Dazu gehören die Rückenmuskeln und die Körperhaltung. Der Rücken wird dabei nicht nur im Liegen, sondern auch im Sitzen, Stehen und während dem Bewegungsablauf untersucht. Zusätzlich sind gewöhnlich Fragebögen auszufüllen und auch Tests durchzuführen, bei denen die Stressbelastung gemessen wird.

Rückenschmerzen Symptome werden oft nicht ernst genommen oder durch Aktivität verdrängt. Zu den Anzeichen zählen Anspannung, Abgeschlagenheit und Gelenksteifigkeit besonders am Morgen nach dem Aufstehen.

Symptome können aber auch über längere Zeit bestehen. Die Rückenschmerzen treten plötzlich auf (Lumbago), oder als Kreuzschmerzen mit Wurzelreizsyndrom, die sich auch in die Beine ziehen können und als starke Rückenschmerzen wegen einem Bandscheibenvorfall.

Häufig werden Rückenschmerzen von verspannten Muskeln ausgelöst. Muskelverspannungen an der Halswirbelsäule können Schmerzen in Schulter, Arm oder Fingern verursachen.

Auflistung der Rückenschmerzen Symptome

  • Kreuzschmerzen
  • Bandscheibenvorfall
  • Ischiasnervreizung
  • Spinalstenose
  • Wirbelgleiten
  • Wirbelgelenksblockade
  • Wirbelgelenkarthrose
  • Wirbelsäulenverkrümmung
  • Iliosakralgelenk




Je nachdem, um welche Art von Schmerzen es sich handelt, gibt es für die Behandlung von Rückenschmerzen eine geeignete Therapie.

Akute Rückenschmerzen werden anders behandelt als chronische oder solche, die aufgrund von internistischen Krankheiten ausgelöst werden.

In allen Fällen gilt aber: Auch Bewegung ist Medizin.
Beim Sport wie Schwimmen, Radfahren oder Spaziergehen wird die Muskulatur gestärkt und damit die Rückenschmerzen verringert.

Als grobe Übersicht können folgende verschiedene Therapien erwähnt werden:

  1. Bewegungstherapie
  2. Wärmebehandlung, Kältetherapie
  3. Schmerzmittel
  4. Chiropraktik
  5. Rückenschule
  6. Akupunktur
  7. Operation

Allgemeine Therapie

  • Medikamente
  • Krankengymnastik und Massagen
  • Akupunktur
  • Spritzen mit örtlichen Betäubungsmittel

Weiterführende Behandlung in einer Schmerzklinik

Halten die Rückenschmerzen über längere Zeit an, dann sollte rechtzeitig über eine spezielle Schmerztherapie entschieden werden. Ein früherer Einsatz kann sich später als vorteilhaft erweisen. Vor allem wenn eine Rückenoperation, zum Beispiel an einer Bandscheibe, geplant ist, empfiehlt sich vorher eine Beratung in einer Schmerzklinik. Rückenoperationen sind verhältnismäßig risikobehaftet und oft bleiben Schmerzen danach bestehen. Im Rahmen einer Schmerztherapie können gewöhnlicherweise interessante Alternativen aufgezeigt werden.

Zu Beginn einer Schmerzbehandlung wird eine Analgetikatestung durchgeführt, um Medikamente auf möglichst geringe Dosierung und damit möglichst geringe Nebenwirkung bei optimaler Wirkung, einzustellen.




Bei der therapeutischen Lokalanästhesie werden an örtlichen Stellen Betäubungsmittel verabreicht, die eine möglichst lang anhaltende Wirkung haben. Die Injektion geschieht mit feinen Nadeln, ähnlich wie Akupunkturnadeln. Das Betäubungsmittel gelangt entweder direkt an die schmerzende Stelle oder an den schmerzleitenden Nerv zur Nervenblockade. Für die regelmäßige Einführung des Betäubungsmittels können auch dünne Kunststoffschläuche (Katheter) eingepflanzt werden.

Lokale Betäubungen können ebenso in Rückenmarknähe durchgeführt werden. Man nennt diese sehr effektive Maßnahme Periduralblockade.

Ergänzend zu den Therapiemaßnahmen können auch physikalische Therapien und andere Maßnahmen angefügt werden. Im Rahmen der schmerzklinischen Maßnahmen wird auch auf die heilgymnastische Therapie nicht verzichtet. Der Behandlungserfolg wird aus diese Weise längerfristig gesichert und stabilisiert, weil dabei die Muskel neben der Wirbelsäule trainiert werden. Das Resultat ist eine kräftigere Rückenmuskulatur, die die dynamischen Schwächen effektiv kompensiert. Die Krankengymnastik erfolgt daher üblicherweise in enger Kooperation mit dem behandelnden Arzt in der Schmerzklinik.

Ein weiterer Punkt Bei der Schmerztherapie ist die psychologische Betreuung. Abhängig vom Krankheitsbild, wie etwa Rückenschmerzen, gibt es spezielle Verfahren. Dazu gehören das autogene Training, die progressive Relaxiation nach Jakobsen und bewusstseinsverändernde Verfahren. Zum Einsatz kommt hier das Biofeedback, bei dem als Rückmeldung bioelektrische Signale ausgewertet werden. Ziel ist das Umgehen von schmerzauslösenden Situationen, indem das Bewusstsein über Stress gefördert wird.

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Letzte Änderung: 17.01.2017
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